| Gefährdung Regenwürmer wurden im Labor schon bis zu 10 Jahre alt, bevor sie an Altersschwäche starben. In der Natur werden sie kaum so alt, denn die Regenwürmer stehen auf dem Speisezettel vieler Tierarten. Ihr grösster Fressfeind ist der Maulwurf, aber auch Wildschwein, Fuchs, Dachs, Igel, Kröte, Schlange, Ameise, Laufkäfer und andere verschmähen sie nicht. Mit listiger Fangtechnik stellen ihnen Amseln, Drosseln und Stare nach, und Lachmöven picken gleich scharenweise die vom Pflug freigelegten Würmer aus der Krume. Meist mit tödlichem Ausgang endet der nächtliche Ausflug auf Strassen und Plätze: Ultraviolettes Sonnenlicht führt am nächsten Tag bei den nur ungenügend gefärbten Wühlern zu Atemnot und nach einem Lähmungszustand zum Tod. Ähnlich wirken auch kupferhaltige Spritzpräparate, wie sie zum Teil noch heute im Obst- und Weinbau zum Einsatz kommen. Durch Schädlingsbekämpfungsmittel vergiftete Regenwürmer können über die Nahrungskette auch Greifvögeln und deren Bruten zum Verhängnis werden. Überhöhte Gaben an konzentrierter und schlecht belüfteter Rinder- oder Schweinegülle dezimieren den Wurmbestand auf landwirtschaftlichen Flächen empfindlich. Den krassesten Eingriff stellt der Kulturlandverlust dar. Unter den verbauten und versiegelten Flächen gibt es kein Bodenleben mehr. |
|