| Fortpflanzung
Regenwürmer sind Zwitter. Sie besitzen gleichzeitig männliche und weibliche Fortpflanzungsorgane (Hoden/Eierstöcke). Trotzdem sie sowohl Spermien als auch Eier selber produzieren, wurde Selbstbefruchtung nur selten beobachtet. Regenwürmer pflanzen sich hauptsächlich im Frühling und im Herbst fort, wenn die Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnisse im Boden für sie günstig sind. Meist nach Regenfällen, im Schutze der Dämmerung oder nachts, kommen die fortpflanzungsfähigen Würmer zur Paarung an die Bodenoberfläche. Zum Schutz vor negativen Umwelteinflüssen umgeben viele Wurmarten die im Boden oder in der Spreu abgelegten Kokons mit einer dicken Schicht Regenwurmkot. In dieser vorverdauten Schutzschicht findet der frisch geschlüpfte Wurm zugleich seine erste Nahrung. Die Entwicklungsdauer ist von Art zu Art verschieden. Schlüpft der Kompostwurm bei 25 ° Celsius bereits nach 16 Tagen, so benötigt der Tauwurm bei 12 ° C im Boden bis zu 135 Tagen. |
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