Versickerung

Bis zu 1000 Regenwurmgänge mit Durchmessern von 2 - 11 mm wurden auf einem Quadratmeter Wiese schon gezählt. Ein derart durchlöcherter Boden saugt sogar starke Platzregen auf wie ein Schwamm. Die Sickerfähigkeit der Böden wird um das Vier- bis Zehnfache gesteigert.

Regenwurmfreie oder nur schwach besiedelte Böden dagegen verschlämmen bei schweren Regenfällen und das Wasser fliesst oberflächlich ab. Dies führt besonders bei Kulturen ohne Bodenbedeckung und in Hanglage zu massiver Bodenzerstörung durch Erosion.

Erklärungen zum Versickerungsmodell
Der linke Teil des Modelles zeigt eine Wiese mit vielen durchgehenden Regenwurmgängen, die von der Bodenoberfläche bis in tiefere Bodenschichten reichen. Unter einer Wiese leben durchschnittlich 2000 kg Regenwürmer pro Hektare.
Der rechte Teil des Modelles zeigt einen Acker und die Auswirkungen der Bodenbearbeitung mit dem Pflug:
- Verdichteter Boden in der Fahrspur (schmaler Pneu) bei viel Gewicht auf wenig Fläche.
- Verdichteter Boden auf der Pflugsohle (weisser Strich) durch das Befahren der Pflugfurche mit dem Traktor.
- Der Pflug kappt viele Regenwurmgänge, die dadurch kein Wasser mehr in tiefere Bodenschichten leiten.
Unter einem solchen Acker leben durchschnittlich 250 kg Regenwürmer pro Hektare.

Auf Knopfdruck wird das Modell geflutet und man kann sehen, wie das Wasser unterschiedlich schnell versickert und durch die Regenwurmgänge fliesst.